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Vortrag über „Pflegen zu Hause“ am 07.09.2010 im MGH
Viele hilfreiche Informationen gab es beim Vortrag „Pflegen zu Hause“, den die Herren Luhmann und Wessel vom Pflegedienst Köster, Soest am 07.09.2010 im MGH gehalten haben. Es ist wichtig, sich mit dem Thema zu befassen, wenn man bedenkt, dass rd. 2,6 Mio. Menschen in Deutschland pflegebedürftig sind und davon 2 Mio. zu Hause gepflegt werden. Von diesen 2 Mio. Menschen werden 500.000 mit Hilfe eines Pflegedienstes zu Hause versorgt. Diese Zahlen beziehen sich auf die Menschen, die im Sinne der Pflegeversicherung pflegebedürftig sind. Wer nur hauswirtschaftliche Versorgung erhält, ist in dieser Statistik nicht erfasst.
Zunächst wurde das Verfahren erklärt, es beginnt mit der Antragstellung bei der Krankenkasse, danach kommt die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst. Der Antrag kann nur gestellt werden, wenn die Hilfe länger als ein halbes Jahr benötigt wird.
Der Unterschied der einzelnen Pflegestufen (Stufen I bis III, gestaffelt nach der Dauer und Intensität der benötigten Pflege) wurde ausführlich erläutert. Auch die zusätzlichen Möglichkeiten wie Pflegegeld, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege und Finanzierung von baulichen Maßnahmen wie Badumbau wurden vorgestellt.
Es ist wichtig, sich vom Pflegedienst ausführlich beraten zu lassen und dabei gemeinsam zu überlegen, was überhaupt benötigt wird. In der Regel werden von den Pflegediensten auch allgemeine häusliche Pflegeleistungen wie Infusionen, Wundversorgung u.a. sowie hauswirtschaftliche Pflege angeboten. Was an Hilfe benötigt wird, was die Hilfe im Einzelnen kostet und wer welche Kostenanteile übernimmt, kann vom Pflegedienst genau ermittelt werden.
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