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Der Vortrag von Herrn Dr. Jesse zum Thema „Palliativmedizin“ stieß auf großes Interesse, fast 50 Zuhörer kamen in die Residenz. Herr Dr. Jesse erklärte, was man unter Palliativmedizin versteht. Im Mittelpunkt steht der Patient, der eine fortschreitende, unheilbare Krankheit hat. Bei ihm besteht nur noch eine begrenzte Lebenserwartung. Zunächst aus der Onkologie entstanden, gibt es heute auch andere Krankheitsbilder, bei denen die Palliativmedizin den schwer kranken Patienten betreut. In erster Linie geht es darum, den Patienten auf seinem letzten Weg zu begleiten und seine Beschwerden durch eine ganzheitliche Behandlung zu lindern. Das Wohl des Patienten, seine Wünsche, sein Selbstbestimmungsrecht und Lebensqualität bis zuletzt sind dabei wichtig. Seine Angehörigen sind in die Behandlung einbezogen. Der Palliativmediziner betreut den Patienten nicht allein, sondern ein Team von Ärzten, Pflegepersonal, Seelsorgern und auch ehrenamtlichen Mitarbeitern begleitet den Patienten bis zuletzt. Die zeitintensive Begleitung kann zu Hause, in stationären Einrichtungen oder im Hospiz erfolgen. Der Hausarzt sollte immer beteiligt sein. Die Kosten für die Maßnahmen trägt in der Regel die Krankenkasse, es ist wichtig, eventuelle Selbstbehalte frühzeitig abzuklären. Zurzeit wird ein Netzwerk zur Palliativmedizin für den Kreis Soest und den Hochsauerlandkreis aufgebaut; ein Hospiz gibt es in Soest noch nicht. Vom Netzwerk gibt es eine Patientenbroschüre, die in Kürze im Seniorenbüro ausliegt.
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